FAQ

Häufig gestellte Fragen

Wer kann Family Support in Anspruch nehmen?
Family Support ist ein Angebot für alle Familien, unabhängig von der sozialen Herkunft oder vom Einkommen. Family Support richtet sich an Eltern, die sich im ersten Jahr nach der Geburt eines Kindes Unterstützung wünschen. Dabei ist es unerheblich, ob es sich um das erste Kind handelt oder ob es bereits Geschwisterkinder gibt.
Wieso ist Family Support auf Familien mit Babys im ersten Lebensjahr beschränkt?

Im Familienleben gibt es immer wieder herausfordernde Momente, in denen eine unterstützende Person mit Kopf, Hand und Herz wichtig sein können. Family Support beschränkt sich auf diese Zeitspanne, da es sich zum Ziel gesetzt hat, die Familie in einen guten Start mit dem Baby zu begleiten. Die Einschulung und Begleitung der Freiwilligen und die Vernetzung mit den Fachdiensten ist genau auf diese Zielgruppe zugeschnitten.

Sicher kann professionelles Freiwilligenmanagement auch bei anderen besonderen oder schwierigen Momenten (wie Krankheit, Trennung, Umzug, Trauer) eine wichtige Ergänzung zu bestehenden Fachdiensten darstellen

Nichts spricht dagegen, andere weitere Initiativen mit Freiwilligen aufzubauen.

Family Support ist sich seiner Grenzen bewusst, setzt gezielt auf Qualität und ist somit ein Baustein für einen guten Start ins Familienleben.

Wer kann alles Freiwillige/r werden? Wer sind die Freiwilligen?

Grundsätzlich kann sich jeder erwachsene Mensch bewerben, unabhängig von Geschlecht, Alter, Sprache, Nationalität. Beim Erstgespräch werden dann bestimmte Kompetenzen und Qualitäten erfragt, die für die Ausübung der Tätigkeit besonders wichtig sind. Dazu gehören z.B. Erfahrung im Umgang mit Familien oder Kindern, Einschätzung der eigenen gesundheitlichen Situation und Motivation zum Engagement. Auch Themen wie Verlässlichkeit, Verschwiegenheit, Achtsamkeit und Sensibilität kommen zur Sprache.

Bisher engagieren sich Frauen in Family Support. Sie unterscheiden sich alle in Alter, Charakter, Ausbildung und Beruf. Alle Freiwilligen eint, dass sie von der Sinnhaftigkeit von Family Support überzeugt sind und zugleich achtsam, sensibel und bereit sind, sich selbst zu reflektieren. Frauen mit Hand, Kopf und Herz.

Bekommen die Freiwilligen etwas für ihr Engagement?

Die Freiwilligen erhalten kein Geld.

Sie erhalten interessante Fortbildungen, Wertschätzung und die Genugtuung ihre Zeit sinnvoll zu nutzen. Meist erhalten sie auch ehrliche Dankbarkeit von den Familien, manchmal auch ein kleines symbolisches Abschlussgeschenk.

Versicherung und die kompetente Begleitung durch die Fachkraft sind bei Family Support selbstverständlich.

Aus Erfahrung wachsen die Freiwilligen mit den Weiterbildungen und der Tätigkeit immer mehr in die Initiative hinein und profitieren auch in ihrer eigenen Persönlichkeitsbildung.

An wen kann ich mich wenden, wenn ich Fragen habe oder es Schwierigkeiten mit der Freiwilligen gibt?

Die Familie kann sich jederzeit bei Fragen, Unsicherheiten oder Schwierigkeiten direkt mit der Fachkraft telefonisch in Verbindung setzen. Bei Bedarf können Zwischengespräche stattfinden. Grundsätzlich ist es sogar sehr wichtig, dass die Familie sich wirklich traut, ihre ehrliche Rückmeldung zu geben, da alle bemüht sind, dass die Unterstützung eine positive Erfahrung ist. Family Support ist auf die Rückmeldung der Familie angewiesen um frühzeitig bei Unklarheit oder Unzufriedenheit gegensteuern zu können. Hier setzt Family Support auf die Eigenverantwortung und Mitarbeit der Eltern: also bitte lieber frühzeitig nachfragen, damit wir die Chance haben, zu reagieren.

Wieso gibt es Family Support vielleicht noch nicht in meiner Gemeinde?

Family Support wurde 2014 in Lana initiiert und wird derzeit mit Unterstützung des Netzwerkes der Eltern-Kind-Zentren in verschiedenen Gemeinden aufgebaut. Um Family Support vor Ort aufzubauen, benötigt es eine lokale Trägerorganisation, welche die Initiative in die Hand nimmt. Und natürlich motivierte Freiwillige und Menschen, die von der Sinnhaftigkeit und Wirkung überzeugt sind.

Gibt es in Ihrer Gemeinde noch kein Family Support können Sie selbst den Aufbau anregen: sprechen Sie darüber, mit anderen Familien, Organisationen, lokalen Familienreferenten. Vielleicht können Sie selbst dadurch ein Wachsen von Family Support bewirken. Und natürlich können Sie sich dafür auch gleich Unterstützung beim Netzwerk der Eltern-Kind-Zentren holen: einfach anrufen, wir sind für Sie da!

Warum ist Family Support für die Familien kostenlos?

Die Unterstützung durch Family Support soll für alle Familien leicht zugänglich sein, dies ohne jegliche finanzielle Hürde.

Mitunter fällt es jemandem schwer, etwas anzunehmen ohne etwas zu geben. Family Support will vermitteln: Eltern geben ihrem Kind so viel, besonders in der ersten Zeit nach der Geburt. Die Zeit, die dem Kind gewidmet wird, ist indirekt Zeit, die der Gesellschaft geschenkt wird.

Family Support ist ein kleines Zurückgeben der Gesellschaft an die Eltern.

Wenn Eltern dennoch das Bedürfnis haben, den Freiwilligen etwas zu geben, dann darf es ein ehrlicher Dank, eine kleine Aufmerksamkeit oder ein Lächeln sein.

Wird Family Support von Seiten mancher Familien ausgenutzt?

Family Support kann nicht ausgenutzt werden, weil alle Familien die Initiative beanspruchen dürfen.

Dass die Freiwilligen keine gratis Babysitter oder Putzfrauen sind, wird den Familien klar kommuniziert.

Die Erfahrung zeigt, dass die meisten Familien das Bedürfnis haben, den Freiwilligen etwas zurückzugeben. Hinter Family Support steht der Gedanke, dass die Eltern gestärkt werden um ihren Kindern geben zu können. Manche Mütter haben bereits ihr Interesse bekundet, selbst später Freiwillige zu werden, um ihre freigewordenen Ressourcen weiterschenken zu können.

Manche Familien würden sich mehr Zeit wünschen. Die Fachkraft wiegt dann individuell zwischen Bedürfnis/Bedarf der Familie und Ressourcen der Freiwilligen ab.

Erreicht Family Support auch Familien mit Migrationshintergrund?

Das Hauptziel von Family Support ist es Familien im Übergang zum Babyalltag zu stärken durch eine zusätzliche Ressource, welche besonders bei einem schwachen familiären-sozialen Netz greift. Dies ist bei unterschiedlichen Familien der Fall, einer der Faktoren kann (muss aber nicht) auch Umzug oder Migration sein.

Erfahrungsgemäß stammen die Familien aus sehr unterschiedlichen Milieus, verfügen über unterschiedliche Ressourcen und sind mit unterschiedlichen Belastungen konfrontiert. Es hat sich gezeigt, dass Begriffe wie „Familie mit Migrationshintergrund“ oder „einheimische Familie“ nur für Ausgrenzung und Vorurteile sorgen, hingegen nicht für achtsame Beziehungsarbeit.

Family Support erreicht Familien. Jede Familie ist anders. Wir fragen nicht nach Herkunft, Einkommen, Bildungsgrad, Religionszugehörigkeit, sexuelle Ausrichtung, usw., weil es für das Ziel der Initiative uninteressant ist.

Bei Kommunikationsschwierigkeiten, die durch einfühlsame Gespräche nicht gelöst werden, kann auf Wunsch oder mit Einverständnis der Familie eine kulturelle Mediation eingebunden werden.

Welche Rolle spielen die Väter bei Family Support?

Family Support ist ein Angebot für die ganze Familie und respektiert die unterschiedlichen Beziehungsdynamiken in der Familie. Vorhandene Ressourcen werden mithilfe der Fachkraft zum Wohle aller Familienmitglieder sichtbar gemacht, sie können durch Family Support erweitert und nutzbar gemacht werden.

Die Anfragen zu Family Support kommen meist, aber nicht immer, von der Mutter der Familie. Beim Erstgespräch mit der Fachkraft entscheidet somit die Mutter, wer bei dem Gespräch anwesend ist und welcher Bedarf vorhanden ist.

Die Präsenz des Vaters hat sich sehr unterschiedlich gezeigt. Erfahrungsgemäß zeigen sich die Väter teilweise sehr präsent und fürsorglich. Teilweise sind die Väter aber auch abwesend. Der Vater wird als Teil der Familie einbezogen und kann von der Fachkraft auch als Ressource thematisiert werden.

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